Allgemeines

Vorderladerschießen – eine faszinierende Sportart.

Der Vorderlader ist die ursprüngliche Form der Feuerwaffe. Ein typischerweise glatter oder gezogener Lauf wird mit Treibladung (Schwarzpulver) und Projektil durch die Mündung geladen. Das hintere Ende des Laufes ist fest verschlossen und verfügt nur über ein relativ kleines Zündloch. Ein mittels eines Feuersteines bei Steinschlosswaffen bzw. eines Zündhütchens bei Perkussionswaffen erzeugter Funke zündet die Treibladung.

D-Homann

Vorderladerwaffen werden klassisch mit Schwarzpulver und einem Bleigeschoß geladen. Die benötigten Kugeln bzw. Geschosse werden von den Schützen überwiegend selbst aus Weichblei gegossen und anschließend gefettet. Das für jeden Schuss benötigte Schwarzpulver wird ebenfalls vorher eigenhändig portioniert.

Der Ladevorgang nimmt wesentlich mehr Zeit in Anspruch als bei herkömmlichen Gewehr- oder Pistolendisziplinen. Daher können nur 15 Wertungsschüsse in 40 Minuten in jedem Durchgang abgegeben werden. Es bedarf also ein wenig Zeit, Geschick und Sorgfalt, aber gerade dies macht den besonderen Reiz des Vorderladers als Sportwaffe aus.

Im Schützenclub Elze wird mit

–  Steinschlossgewehren bis Kal.50
–  Perkussionsgewehren bis Kal. 50
–  Perkussionsrevolvern Kal. 36 und Kal. 45
–  Perkussionspistolen Kal32, Kal. 36 und Kal. 45

geschossen.

( Kal. 32 = 8,2 mm, Kal. 36 = 9,2 mm, Kal. 45 = 11,5mm, Kal. 50 = 12,7 mm )

Interessenten können den Elzer Vorderladerschützen bei ihrem Training Mittwochs ab 17.00 Uhr einmal über die Schulter schauen bzw. selbst einmal das Schießen dieser faszinierenden Sportart probieren.